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Seetauchen, Hölentauchen, Bergseetauchen, Flusstauchen

Messinghausen

Postby uwe on Wed 25. Feb 2009, 12:19

War mal ne gute Idee von den Sauerländern, oben auf einem Berg anzufangen, Diabas, eine harte Gesteinsart, abzubauen. Noch besser war die Idee, nicht nur die Kuppe vom Berg weg zu kloppen, sondern auch gleich noch ein tiefes Loch dabei zu graben. Aber die beste Idee war, dann das ganze aufzugeben und das Loch einfach mal mit Regenwasser voll laufen zu lassen. Entstanden ist so der “See im Berg“ in Messinghausen. Ein genialer Tauchspot. Steilwände ohne Ende, bizarre Felsformationen, Schutthalden von Bergrutschen, ein Weg, der in den See führt, von der Tauchbasis versenkte Sachen, wie Kleinbus, Wohnwagen, Boot, Öltank, Container, durchtauchbare Röhren und Plattformen in verschiedenen Tiefen. Und Fische, Barsch, Karpfen, Forelle, und keine kleinen. Was es dort nicht gibt, sind Algen und grünes Wasser. Das Teil ist BLAU, aber so was von, einfach nur genial. Und irre klar, Sichtweite war am Samstag so 10, 15, 20 Meter???? Keine Ahnung, einfach nur genial, eben. Aber wie heißt es immer, irgendwas ist immer, so auch hier. Runter zum See geht ja noch, Tauchen ist ja auch so ein bisserl Abenteuer, aber hoch ist schon grenzwertig, ich sag mal, nicht ganz so schlimm wir der Kessel 2 in Löbejün, aber nen Zacken schärfer wie Süplingen. Es gehen die Gerüchte, das die meisten Tauchunfälle da eher „Tauchu-m-fälle“ sind, die Jungs kippen oben schlichtweg um, weil sie den Anstieg zu schnell mit ihrem Gerödel angegangen sind. Aber es gibt ja die Möglichkeit, sich für schmales Geld das Zeug mit einem Auto runter und hochfahren zu lassen. Die massenhaft dort vorhandenen Tekkies nehmen das auch gerne an, ich frag mich da nur, warum die immer so nen Haufen Flaschen mitschleppen müssen? Mir hat da eine gereicht pro TG, womit es nun endlich ins Wasser geht.
Einstieg ist nur erlaubt über einen Steg, von dem geht’s dann mal gleich 30 m runter. Und man hat gleich mal nen Eindruck von den Sichtverhältnissen, denn die Taucher kannst da sehen, bis sie fast unten aufschlagen. Tina und ich haben erstmal langsam gemacht, wg. DA, aus dem anderen Zweierteam meinte einer gleich mal, Scheiß drauf, ab nach unten. Okay, war dann letztendlich doch nicht ganz so geplant, das 2 ½ Kg Bleistück kann sich jetzt jemand da unten abholen, war wohl ein bissi viel. Vernünftig getaucht wurde auch, ging dann runter zum Kleinbus und durch den „Fußgängertunnel“, der gleich in der Nähe ist. So nebenbei mal meinen bis dato tiefsten TG gemacht, sollte aber nicht lange halten, die Marke. Zurück ging’s, dann gemütlich an der Wand hoch, um nen großen Busch rum, über eine Geröllhalde, mit Begleitung diverser Fische, zum Ausstieg. Der darf dann über den Weg erfolgen, der in den See führt, nach der Kraxelei hoch zum Parkplatz ist einem dann auch wieder schön warm, und man kann den Kuchen, den der „Oberflächensupport“ bereithält, ohne Zähneklappern genießen.
Nach reichlich Gelaber und Fachsimpelei ging’s dann noch ein zweites Mal rein, das Landungsboot oder wie auch immer sich das schimpft, wollten wir uns auch noch ansehen. Da ich ein bissi knapp mit Luft war, sind wir an der Oberfläche bis über den großen Busch geschwommen, der so in 15m Tiefe ist und von oben gut zu sehen ist. Habe ich schon gesagt, dass die Sicht da genial ist? Da wurde dann zügig abgetaucht, bis runter zum Kleinbus, über die nächste Kante und weiter runter zum Boot. Holger ist gleich noch ein Stück weiter zum Öltank, ich mal vorsichtshalber hinterher, vielleicht hatte er das Boot ja übersehen, lag ja auch nur groß wie ein Reisebus da rum. Hatte er nicht, sagte er hinterher, hätt ich auch gesagt, is ja auch Latte. So, 5 Meter fehlen jetzt noch bis zur „Sporttauchergrenze“, aber man muss ja nicht gleich bis auf den Grund von dem Loch, der übrigens so bei 44m liegt, sind wieder schön gemütlich ausgetaucht und hat alles in Allem ein riesen Spaß gemacht.
Und da das Loch so in der gleichen Schlagdistanz wie Hemmoor liegt, so ca. 300km, hat mich das nicht zum letzten Mal gesehen.
Tauchen macht gleichgültig
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uwe
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